Shiatsu - die Kunst der Berührung

 

Präambel

Shiatsu ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die uns lehrt, wie Körper, Geist und Seele als Einheit zusammenwirken.

Shiatsu bezieht sich auf die Lebenskraft, die Ki-Energie, die in allem Leben fliesst und die Qualität von Wohlbefinden bzw. Krankheit bestimmt. Auf Störungen des Energieflusses wird im Shiatsu mittels manueller Therapie eingewirkt. Damit werden die natürlichen Selbstheilungskräfte stimuliert, der Energiehaushalt harmonisiert und die Ausgeglichenheit gefördert.

Im Shiatsu gilt es, ein vertrauensvolles Gespräch ohne Worte zwischen TherapeutIn und KlientIn (Pferd) zu führen, so dass die Behandlung zu einer wahrhaft berührenden Kunst wird.

 

Shiatsu für das Pferd

Shiatsu ist eine heilungsfördernde und präventive Massagemethode. Eine Kombination aus fernöstlicher Heilmassage nach den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin und der westlichen Physiotherapie.

Sie ist eine mit der Akupunktur verwandte Heilmethode, welche zur Unterstützung der Gesundheit und zur Lösung physischer und psychischer Probleme angewandt wird. Es werden keine Hilfsmittel verwendet. Gearbeitet wird ausschliesslich mit den Händen, Fingern und Ellenbogen. Durch die Technik wird die körpereigene Energie zum Fliessen gebracht.

Shiatsu am Pferd stärkt das Immunsystem, steigert die Leistungsbereitschaft und vermindert die Verletzungsgefahr. Zudem löst es Stressfelder oder Leerzonen, bevor sie sozusagen Schaden anrichten.

 

Shiatsu bei Verletzungen und Krankheiten

Pferdeshiatsu ersetzt den Veterinär nicht. Eine tierärztliche Untersuchung ist unerlässlich, um einen medizinischen Befund zu erhalten. Shiatsu ergänzt jedoch eine tierärztliche Behandlung. Die Blutzirkulation und der Stoffwechsel werden angeregt und die freigesetzten Endorphine beschleunigen den Heilungsprozess und lindern Schmerzen. Der Körper kann sich tiefer und dadurch besser erholen. Es ist aus energetischer Sicht wichtig, den Körper so rasch als möglich in seinen Normalzustand zu bringen, da ansonsten Spätfolgen und bleibende Fehlbelastungen entstehen können.

 

Shiatsu bei motorischen Störungen

Muskelverkrampfungen, aber auch fehlender Muskeltonus schränken die Bewegung ein und führen oft zu Schmerzen oder gar Entzündungen in Muskeln, Gelenken und Knochen. Durch den Ausgleich der Energien im Körper normalisiert sich der Muskeltonus, die Gelenke werden gelöst und die Durchblutung angeregt, die Bewegungen werden weicher, weiter, harmonischer und elastischer. Das Pferd bleibt leistungsfähig und kann seine Energie vollständig bei der Arbeit einsetzen.

 

Shiatsu im Sport

Immer häufiger wird Shiatsu zur Betreuung von Sportpferden eingesetzt. Besonders der überaus positive Einfluss auf die Erholung nach einem anstrengenden Turniertag und nach langen Transportstrecken wird geschätzt. Das Körperbewusstsein wird erhöht und damit die Verletzungsanfälligkeit verringert.

 

Shiatsu bei emotionalen, psychischen Problemen

Unwille, Apathie, Widerspenstigkeit oder hysterisches Verhalten bereiten sowohl dem Pferd wie dem Reiter Schwierigkeiten. Dahinter stehen entweder vergangene schlechte Erfahrungen (Traumas), Schmerzen, schlechte Kommunikation mit dem Reiter oder fehlende Erziehung. An oberster Stelle steht die artgerechte Haltung und Fütterung, sowie das richtige Training (Verwendung) des Pferdes. Mit Shiatsu können wir versuchen, dem Pferd zu helfen alte Muster loszulassen, Prozesse von Trennung, Stallwechsel oder Pension zu bewältigen und Selbstvertrauen und psychische Harmonie zu erlangen.

 

Text, mit bestem Dank, von meiner Pferde-Shiatsu-Lehrerin Mia Estermann-Möllfors